Hilfe für die Dritte Welt

Trotz der Finanzkrise geht es den Menschen in den zivilisierten Ländern immer noch besser, als denen, die in der so genannten dritten Welt leben. Die Menschen hier empfinden sich schon als arm, wenn sie nur wenig oder keinen Luxus haben. Dass man hier wenigstens etwas zu Essen hat und auch die meisten Menschen wenigstens ein Dach über dem Kopf besitzen, respektiert keiner wirklich. Dabei lebt selbst ein Obdachloser in Deutschland noch im Überfluss, wenn man bedenkt, dass er nur zu einer Tafel gehen muss, und Essen und Trinken bekommt, während viele tausend Kinder in den armen Regionen der Welt hungern müssen. Wenn jeder, der sein Auskommen hat, nur wenige Euro spenden würde, könnte diesem Menschen gut geholfen werden.

Manche Menschen hier helfen deshalb nicht, weil immer wieder bekannt wird, dass sich die Veranstalter von Spendenaktionen am Mitleid der Spender bereichern, statt die Hilfe denen zukommen zu lassen, für die sie bestimmt ist. Dies ist aber zu vermeiden. Verwaltungskosten fallen natürlich an; nicht jede Organisation verlangt sie jedoch wirklich und behält sie ein. Schwarze Schafe, die die Gutheit der Menschen ausnutzen, gibt es mit Sicherheit, und nicht jede Patenschaft für ein afrikanisches Kind besteht auch außerhalb des Papiers. Dennoch kann man wertvolle Hilfe leisten, wenn man sich die richtige Adresse aussucht, an die man spendet.

Allein der Unterschied zwischen den Jugendlichen hier und denen im Hungergebiet ist gewaltig. Jugendliche in Europa rauchen, trinken, gehen in die Disco und schimpfen, wenn ihnen die Eltern den Führerschein nicht bezahlen können. Sie vertun leichtfertig ihre Chancen auf Bildung und Ausbildung, weil viele nicht respektieren, wie gut sie es eigentlich haben. Dass es Teile auf der Welt gibt, in denen Jugendliche nicht einfach schnell einen Schulabschluss nachholen können, und keine beruflichen Chancen bekommen, interessiert sie nicht, trotz aller Versuche, ihnen dies zu erklären. Sicherlich ist diese Beschreibung etwas überzogen, denn nicht alle Jugendlichen sind so, doch Tatsache ist, dass die Jugendlichen in Deutschland sich eher Sorgen um den Einkauf im Gothic Shop machen, als um hungernde Gleichaltrige in der Dritten Welt.

Spendenaktionen im TV, an denen sich vor allem auch Stars beteiligen, die private Spenden leisten und auch Dinge spenden, die versteigert werden können, rütteln wach. Jedes Jahr kommt hier ein sehr großer Betrag zusammen, für den sich der Sender verbürgt. Hier wird jeder Cent in mildtätige Aktionen investiert, Schulen werden gebaut und vieles mehr. Nur so kann wirklich geholfen werden, denn ein großer Teil der hiesigen Bevölkerung steckt den Kopf in den Sand und legt eine große Portion Egoismus an den Tag. Sicher muss man nicht über die Maßen spenden, doch wenige Euro über das ganze Jahr würden eine große Summe ergeben, mit der viel Elend in der Welt gemildert werden könnte.

Stille Hilfe einzelner Personen, die Transporte in Kriegsgebiete organisieren und dafür einfach nur Sachspenden sammeln, sei hier auch erwähnt. Es sind leider rühmliche Ausnahmen, die sich hier engagieren, und von Spendengeldern höchstens die Kosten des Transportes bezahlen, ohne den die Spenden nicht dort ankommen würden, wo sie hin sollen. Auch hier gibt es jedoch Speditionen und Fahrer, die komplett für die gute Sache arbeiten. Meistens wollen diese stillen Helfer gar nicht, dass ihr Großmut sonderlich erwähnt wird, weil sie es als wichtiger erachten, dass überhaupt geholfen wird.

Schlechter Ruf, verursacht von den schwarzen Schafen ist ein Grund, warum viele Menschen nicht gerne spenden. Auch die Ansicht, dass es vielen Menschen hier ohnehin sehr schlecht geht, und erst einmal diesen geholfen werden sollte, wird als Argument angeführt. Dass den Menschen in der dritten Welt ein Leben, wie es hier ein Hartz IV Empfänger führt, wie reiner Luxus vorkommen würde, bedenken sie dabei nicht.