Lyric
Die Lyrik leitet sich von lateinisch Lyra = Leier her, ein altgriechisches Saiteninstrument.
Sie ist stark sinnbildlich und rhytmisch, oft gereimt und mit Musik verbunden.
Der Begriff ist heute anders als in der antiken Literatur relativ unbestimmt und wird sehr oft mit dem Wort Poesie verwendet, was allerdings nicht richtig ist.
In der Anfangsphase bezog sich das Wort Lyrik auf die Gesänge, sie wurden mit den 5-7 saitigen Musikinstrumenten Lyra (Leier) begleitet.
Besungen wurde in jenen Texten meist die Trauer oder das Heldentum.
Nicht nur im griechischem Raum, sondern auch in China und Indien war die Lyrik eine anerkannte Kunstform,in Ägypten fand man hingegen die hymnische Verehrung der Sonne.
In Epik, Dramatik und Lyrik wurde die erste systematische Dreiteilung vm italienischen Renaissancepoetik durchgeführt. Seit dem 18. Jahrhundert gilt mit Goethe in Europa, die Lyrik als eine der drei Naturformen der Poesie der Literatur, ebenfalls wieder in die Gattungen Epik, Dramatik und Lyrik eingeteilt.
Der Schwerpunkt verlagerte sich durch Natur und Gefühlsbewegungen auf Subjektives, Empfindsames und Stimmungsvolles, wobei die Subjektivität das Hauptmerkmal wurde.
Die eigenständige Weiterentwicklung wurde durch die Lösung mit Musik, im 19. Jahrhundert begünstigt. Lied, Ode, Elegie, Hymne, Ballade sowie Spruch- und Lehrdichtung zeigen die lyrischen Formen in Ihrer kaum erfassbaren Vielfalt wieder. Auch in Romanen und Dramen lassen sich lyrische Elemente finden.
Eine endgültige Trennung der drei Gattungsarten ist nicht möglich. Die Lyric lässt Einblicke in die inneren Zustände des Einzelnen zu, sie ist der Ausdruck von Innerlichem in gebundener Form und Sprache. Durch das lyrische Ich kommt die Stimmung zum Ausdruck. Die Kürze ist die Eigenschaft, die jede Lyrik besitzt.
Das lyrische Ich, ist die Rolle des Vermittlers oder des Sprechers im Gedicht und nicht mit dem Autor identisch. Es werden Gefühle, Gedanken und Beziehungen ausgesprochen, die zur Realität stehen und oft eine zentrale Rolle spielen. Die Perspektive des Gedichts ist strukturiert und ist deswegen als textinterner Ausgangspunkt zu sehen.
