Trotz Niedriger Leitzinsen sind Dispositionskredite teuer

Obwohl die EZB den Leitzins auf den Tiefststand von 4,75 Prozent gedrückt hat, folglich Banken sich sehr günstig Geld leihen können, hat der Bürger noch eine ungewöhnlich hohe Abgabenlast für Dispositionskredite zu schultern. Auf diese sind derzeit durchschnittlich 11,6 Prozent Zinsen zu zahlen. Dies geht aus einer Analyse der Zeitschrift "Finanztest" hervor.
Am teuersten kommt es den Bankkunden bei der Citibank und der Santander Consumer Bank mit über 16 Prozent Zinsen im falle Kontoüberziehung von bis 1000 Euro. Auch im zweistelligen Bereich liegen die Die Sparkasse Köln/Bonn, die Berliner Sparkasse, die Bremische Volksbank, die Frankfurter Sparkasse und die Volksbank Mittelhessen. Nur etwa die hälfte der Banken haben nach der Leitzinssenkung ihrerseits ihre Zinsen gesenkt. Vereinzelt gab es Banken, die sogar ihre Dispozinsen erhöhten. Relativ günstig sind nur die DAB Bank, die DKB, die Ethikbank, BPSD Berlin-Brandenburg, PSD Nürnberg, Deutsche Skatbank und SKG Bank. So hat die Deutsche Skatbank einen Zinssatz auf ihre Dispositionskredite von unter 9 Prozent.

Zusammenfassen lässt sich feststellen, dass der Bürger im Krisenjahr 2009 ausgerechnet bei Krediten zusätzlich zur Kasse gebeten wird. Und das, obwohl gerade Kredite durch die Senkung der Leitzinsen eigentlich einer der wenigen Entlastungen in diesem schwierigen Jahr sein könnten. Bleibt nur noch in privaten Bereichen die Möglichkeit durch Sparmaßnahmen den Geldbeutel zu schonen. Beispielsweise die Rezepte für Entenbraten zu Weihnachten lieber in der Kiste zu lassen und stattdessen einen günstigen Hackbraten zu den Feiertagen servieren.
Quellen: ddp